Versunken im Schattenreich

Autorin: Ronja Vattes - rovline
Grottes de Vallorbe: Besuch im bizarren Märchenreich einer gigantischen Tropfsteinhöhle. Bild: Anselm Bußhoff

Les Grottes de Vallorbe: Besuch im bizarren Märchenreich einer gigantischen Tropfsteinhöhle. Bild: Anselm Bußhoff

Es liegt nicht nur an der feuchten Kühle tief unter der Erde, dass uns plötzlich die Gänsehaut wie ein Schauer auf Rücken und Armen erfasst. Während draußen die Sonne niederbrennt und das Thermometer auf 35 Grad geklettert ist, ziehen wir in der fast mystischen Dunkelheit der Höhle unsere Fleecejacken enger zu – sprachlos, ehrfurchtsvoll, verschluckt im Bauch der riesigen Höhle. Wir sind vor der Hitze im französischen Jura über die Grenze in die schweizerischen Grottes de Vallorbe geflohen und finden uns nun im bizarren Märchenreich einer Tropfsteinhöhle wieder. Riesige Stalagmiten wachsen aus dem Fels empor. Von oben scheinen steinerne Tentakel von riesigen Kraken aus der Höhlendecke nach uns zu greifen, bis plötzlich sphärische Musik erklingt. Wie hypnotisiert folgen wir den Tönen, erreichen über Treppen einen gigantischen Felsensaal, einer Kathedrale gleich. Scheinwerfer gleiten über die Felsformationen, ein Spektakel aus Musik, Schatten und Licht – und wir stehen und staunen, versunken im Zauber der Unterwelt.

– Erschienen am 11. September 2015 unter der Rubrik „Fluchtpunkt“ des „Reise & Freizeit“-Magazins der „Badischen Zeitung“ http://bit.ly/rfrov110915fpvallorbe

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