Kribbeln für Pubertiere

Autorin: Ronja Vattes - @rovline
Europa-Park in der Abenddämmerung. Bild: Anselm Bußhoff

Europa-Park im Abendlicht. Bild: Anselm Bußhoff

Tomi, ein lustiger, schlaksiger Typ, war anno 1987 der Schwarm vieler Mädchen aus unserer Klasse. Nein, an Sex dachte wohl noch niemand, aber das Kribbeln suchten wir schon. Wie das eben so ist, wenn man um die 13 Jahre alt ist, zu pubertieren beginnt und nicht so recht weiß, ob und wie man sich dem anderen Geschlecht nähern soll. Gemeinsame Ausflüge mit Klassenkameraden in den Europa-Park waren dafür eine perfekte Gelegenheit. Dicht gedrängt in der Schlange stehen und vorsichtig austesten, wie der andere auf ein zufälliges Streifen der nackten Arme in der Sommerhitze reagiert. Den anderen in der Wildwasserbahn erst nass spritzen – um dann einen triftigen Grund zu haben, ihm die Haare trocken zu wuscheln. Sich im Grottenblitz (so hieß der Alpenexpress damals noch!), der Fliehkraft hingeben und in den Kurven gegen den Mitfahrer gedrückt werden. Am beliebtesten aber war die dunkle Geisterbahn, wo niemand die vor Aufregung roten Ohren sah, wenn man das Glück hatte, endlich neben Tomi zu landen …

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