Heimliche Blicke

imageNein, wie peinlich! Sowas würden wir nicht machen. Niemals. Und jetzt stehen wir da, ein wenig verlegen und tun es doch: Aus sicherer Entfernung versuchen wir einen Blick durch die Fenster zu erhaschen, hinein in die kleine, gemütliche Stube, wo Menschen am Tisch sitzen, lachen, vertraut ins Gespräch vertieft. Sie prosten einander zu, die Gesichter schemenhaft, in warmes Licht getaucht. Sie wissen nicht, dass wir sie beobachten, doch sie scheinen es zu ahnen. Ein großes Schild prangt an der Eingangstür: Drinnen fotografieren verboten! Wir fühlen uns ertappt und beschämt. Schließlich sind wir, wie wohl so viele Hamburg-Touristen, mit dem Schiff der Linie 62 bis zum Fischmarkt gefahren, haben uns durchgefragt bis zu Altonas angeblich ältester Seemannskneipe, dem „Schellfischposten“. Hier also wird tatsächlich die Kultsendung „Inas Nacht“ gedreht. Keine künstliche Studiokulisse, sondern eine echte Quartierskneipe, wie sie echter nicht sein könnte. Und das soll auch so bleiben. Wir kehren um – wir woll’n ja nicht nerven. Ronja Vattes

Drehort von Inas Nacht: Schellfischposten in Hamburg - Bilder: Anselm Bußhoff

Drehort von Inas Nacht: Schellfischposten in Hamburg – Bilder: Anselm Bußhoff

– Erschienen am 10. Oktober 2014 unter der Rubrik „Fluchtpunkt“ des „Reise & Freizeit“-Magazins der „Badischen Zeitung“ http://bit.ly/rovrf101014schellfisch

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