Für Topfgucker und Cabriofans

Berge, Gletscher, Viadukte, Tunnel: Seit 125 Jahren ist die Rhätische Bahn im Schweizer Bergland unterwegs. Bilder: Anselm Bußhoff

Berge, Gletscher, Viadukte, Tunnel: Seit 125 Jahren ist die Rhätische Bahn im Schweizer Bergland unterwegs.
Bilder: Anselm Bußhoff

Ein Jubiläum auf Schienen: Die Rhätische Bahn ist 125 Jahre alt. Viele Sehenswürdigkeiten entlang der Albula- und Bernina-Strecke lohnen einen Ausflug. Ein paar Tipps mit Startpunkt in Bergün:

Fotohalt in Alp Grüm: In den ersten Wagen des Bernina-Express lässt's sich - auch ohne Panorama-Fenster - mit bestem Blick zum Normaltarif reisen.

Fotohalt in Alp Grüm: In den ersten Wagen des Bernina-Express lässt’s sich – auch ohne Panorama-Fenster – mit bestem Blick zum Normaltarif reisen.

BERNINA-EXPRESS
Von den Gletschern zu den Palmen: Als Bernina-Express bezeichnet man die Aussichtswagen mit den Panoramascheiben, die auf der Strecke zwischen Chur und St. Moritz durchs Bernina-Massiv bis ins italienische Tirano verkehren. Der Zug ist jedoch mit derselben Geschwindigkeit wie die normalen Züge der Rhätischen Bahn unterwegs – er hält nur seltener. An den durchaus als teuer zu bezeichnenden Bernina-Express sind stets auch normale Waggons zwischen Lok und Panoramawagen eingehängt. In ihnen zahlt man keinen Zuschlag, keine Reservierung ist nötig – und der Blick selbst ohne Panoramafenster noch grandios (www.rhb.ch).

GLETSCHERGARTEN
Mit der Rhätischen Bahn geht es in knapp zwei Stunden von Bergün nach Cavaglia, dort sind es vom Bahnhof nur wenige Minuten Fußweg bis zum jederzeit kostenlos zugänglichen Gletschergarten. Über Stahltreppen mit Geländer und kurze Wege gelangt man an Gletschertöpfe und Gletschermühlen, also Gesteinsformationen, die einst vom Gletscher in den Fels geschabt wurden. Manche dieser Löcher sind bis zu zwölf Meter tief und haben einen Durchmesser von bis zu fünf Metern. Führungen gibt es von Juli bis Oktober dienstags um 14 Uhr ab Bahnstation Cavaglia (www.mehr.bz/gletschergarten).

Oben ohne: Die Fahrt mit dem Cabriozug Albula ist eine von vielen Ausflugsmöglichkeiten rund um Bergün (Hintergrund).

Oben ohne: Die Fahrt mit dem Cabriozug Albula ist eine von vielen Ausflugsmöglichkeiten rund um Bergün (Hintergrund).

ERLEBNISZUG ALBULA
Kein Geld für ein eigenes Cabrio? Dann lohnt es sich, mal eine ganz andere Art des Cabriolets auszuprobieren: den Albula-Erlebniszug. Immer sonntags (1. Juni bis 7. September) ist der oben offene historische Zug zwischen Landquart, Chur, Thusis, Bergün und Samedan unterwegs auf der Albula-Strecke. Zustieg ist sonntags um 11.28 Uhr in Bergün möglich. Auch wenn es im Sommer noch so heiß ist – nehmen Sie eine Jacke mit! Denn auf der Fahrt geht es durch zahlreiche Tunnel, in denen einem der Fahrtwind eiskalt um die Nase weht. Der Zuschlag zum gültigen Fahrticket kostet 12,50 Schweizer Franken pro Person, Kinder zahlen keinen Aufpreis (Weitere Infos gibt’s unter http://www.mehr.bz/albula).

GLETSCHER IN MORTERATSCH
In nur wenigen Minuten geht es zu Fuß durch Jahrtausende der Erdgeschichte: Von Bergün fährt man mit der Rhätischen Bahn bis zur Station Morteratsch und wandert von dort auf dem Gletscherlehrpfad entlang. Ein Besuch sollte gerade in Zeiten des Klimawandels eingeplant werden – denn allein in den vergangenen 120 Jahren hat sich die Gletscherzunge um zwei Kilometer zurückgezogen. Tendenz: schneller (www.morteratsch.ch).
Ronja Vattes

Blick ins Val Poschiavo: an Abwechslung fehlt's auf der Fahrt von Bergün nach Tirano nicht.

Blick ins Val Poschiavo: An Abwechslung fehlt’s auf der Fahrt von Bergün nach Tirano nicht.

– Erschienen am 18. Juli 2014 im „Reise & Freizeit“-Magazin der „Badischen Zeitung“ http://bit.ly/rovrf180714rhaettipps

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