Die Batterien leer, die Straße voll

Wehe, wenn der mobile Begleiter ausfällt und kein Weg nach Emmendingen führt. Bild: Anselm Bußhoff

Wehe, wenn der mobile Begleiter ausfällt und kein Weg nach Emmendingen führt. Bild: Anselm Bußhoff

Zaubern müsste man können, schießt es ihr entnervt durch den Kopf, ein kurzes Hex-Hex! – und schon ist der Weg frei. Ist er aber nicht. Rund um Freiburg geht an diesem Mittwoch einfach nichts. Der Stau fängt kurz vor dem schwedischen Möbelhändler an und löst sich auch auf der B3 nach Emmendingen nicht auf. Also Blinker gesetzt, abgebogen Richtung March, als Einheimische kennt frau sich ja aus. Denkste. Auch da alles dicht. Die Uhr tickt, 17.12 Uhr, die Minuten verrinnen, die Kinder müssen um 17.30 Uhr aus dem Waldprojekt in Emmendingen abgeholt werden. Um 17.24 Uhr ist klar: Das wird nichts, das kann hier noch dauern. Plan B muss her. Also Handy raus. Oh nein, Akku leer! Da tut sich nix mehr. Die Autoschlange reiht sich dicht an dicht, kein Ende in Sicht. Sie fasst sich ein Herz, macht den Warnblinker an, steigt aus, klopft ans Fenster des Vordermanns. Der guckt kurz erstaunt, lässt sie aber schnell telefonieren und ihren Plan B organisieren. Sie nickt dankend, blickt auf den Schriftzug seines Autos: http://www.die-schadensminimierer.de. Und denkt so bei sich: Manchmal enthält die Verpackung tatsächlich, was sie verspricht. Ronja Vattes

– Erschienen am 11. Juli 2014 in der Lokalausgabe Emmendingen der „Badischen Zeitung“ http://bit.ly/rovem110714stau

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s