Mit wehenden Fahnen

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Flaggenparade – eine Zeit lang der alltägliche Wahnsinn! Bild: Anselm Bußhoff

In seinen jungen Jahren war unser Ältester ein großer Fan von Fahnen. An manchen Tagen gab es in unserer Wohnung nicht eine Türklinke und schon gar keinen Schrankschlüssel, ohne dass daran nicht irgendetwas wehte. Auf die Idee gebracht hatte ihn ein gegenüberliegendes Kinderhaus. Mit Hilfe eines Stocks hängten die Angestellten dort Tag für Tag allerhand Werbebanner und Windspiele vors Geschäft, um alles am Abend wieder reinzuholen. Unser Sohn tat es ihnen gleich. Mit Handtüchern, Schürzen und Waschlappen zog er in der Früh durch unsere Bude und sammelte Stunden später alles wieder ein. Richtig unruhig wurde er, wenn gegenüber nicht gleich zur Ladeneröffnung die Dekoration in den Wind gehängt wurde. Da konnte es passieren, dass er sich auf und das Personal flott machte. Freundlich, aber bestimmt fragte er dann: „Die Fahnen sind wo?“ Danach stürmte er schon mal durch den Laden, zeigte „Fahnen hier“, „Stock da“ und ordnete an: „Fahnen aufhängen!“ Erst wenn das letzte Werbebanner an seinem Platz hing, zog er wieder von dannen. Vom Fenster der elterlichen Wohnung blickte der Zweijährige anschließend zufrieden auf sein Werk: „Fahnen aufhängt!“ amb

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