Gedankentanz am Strom zur Welt

Zwischen Land und Stadt: die Elbe

Zwischen Altem Land und der Großstadt Hamburg. Der Fluss hinaus in die Welt: die Elbe

Wenige Schritte sind es nur, über die Straße, ein paar Treppchen hinauf auf den Deich – und plötzlich ist die Welt eine andere, der Alltag verblasst. Hinter uns rauscht der Verkehr, die Bauern vollenden ihr Tagwerk, die Apfelbäume stehen in Reih und Glied auf den Wiesen. Unser Blick gleitet von hier oben über die Elbe, breit und zäh liegt sie da. Die Abendsonne spiegelt sich im Wasser, Lichtpunkte tanzen auf den sich kräuselnden Wellen, hingetupft wie unruhig funkelnde Sterne. Unsere Augen wandern weiter, vom Alten Land über die Elbe, hinüber nach Blankenese. Auf unserer Seite des Flusses: ländliche Idylle. Auf der anderen Seite: die Verheißungen Hamburgs. Dazwischen die dunkle Elbe, Transportweg, Lebensader, zeitloses Fließen im Strom der Zeit. Ruhe und Gelassenheit machen sich breit. Wir strecken unsere Gesichter ins goldene Licht, schließen die Augen. Wolken ziehen auf. Ein dröhnendes Tuten zerreißt unser Träumen. Wir hier an Land, da drüben die Stadt, dazwischen ein riesiges Schiff auf dem Fluss – dem Weg hinaus in die Welt.
Ronja Vattes

– Erschienen am 5. Juli 2013 in der Rubrik „Fluchtpunkt“ der „Reise & Freizeit“-Beilage der „Badischen Zeitung“ http://mehr.bz/allesimfluss

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