Wenn Häuser zu Spielzeug werden

20130516-230351.jpg

Immer wieder ein großes Spektakel: Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary 2 verlässt den Hamburger Hafen.

Wie geht das nur? Wie können 148.528 Bruttoregistertonnen bloß schwimmen? Jaja, physikalisch-formeltechnisch ist das sicherlich irgendwie erklärbar. Für uns aber ist es schlicht: ein Wunder. Drei Kinder und zwei Erwachsene stehen am Fischmarkt in Hamburg an der Elbe und verrenken sich werbefähnchenschwenkend die Arme (wie peinlich!), brechen in lautes Jubeln aus (oberpeinlich!), als SIE vorbeifährt: Queen Mary, die Zweite. 345,03 Meter lang, 41,15 Meter breit, 72 Meter hoch und eben 148 528 Bruttoregistertonnen schwer. Wie erklärt man solche Dimensionen kleinen Kindern? Gar nicht. Sie müssen es einfach mit eigenen Augen sehen: Wie die Häuser plötzlich schrumpfen, die Elbphilharmonie zu einem lächerlichen Legohäuschen verkommt und selbst der Michel seinen Hut zu ziehen scheint angesichts solch stattlicher Größe. Tausende von Schaulustigen entlang der Elbe Bauklötzchen staunen, winken euphorisch, schwingen Fähnchen. So muss einst die Stimmung beim Ablegen der Titanic gewesen sein. Nur dass es damals mit dem Schwimmen des stählernen Kolosses nicht so gut klappte. Aber das erzählen wir unseren Kindern besser ein anderes Mal.
Ronja Vattes

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s