Regenzeit im Räuberwald

Urlaub im Regen: Da kommt nur schwer Stimmung auf.

Regen im Kleinwalsertakt: Da kommt nur schwer Stimmung auf

Wer mit drei kleinen Kindern bei strömendem Regen im Hotel sitzt, braucht an Erholung nicht zu denken.   Auch nicht in Mittelberg im Kleinwalsertal. Außer bei der Jüngsten, die quietschend ihre ersten Lauferfolge feiert, mag sich keine Urlaubsstimmung einstellen. Das ändert sich auch nicht, als Papa die beiden Älteren in Regenklamotten packt und mit ihnen zu einem Regenspaziergang Richtung Alpenwald aufbricht. Jeder Schritt eine Klage: „Mir ist’s zu nass“, „Hier ist’s zu steil“, „Papa, ich schwitze“, „Wann geh’n wir wieder heim?“ – bis Papa nach wenigen hundert Metern alle Motivationsversuche abbricht. Über einen Naturpfad soll der Rückzug angetreten werden. Doch wenig später will plötzlich Papa nicht mehr. Der am Berghang gelegene  Waldweg ist ihm zu nass, zu steil, zu dunkel. Ihn zieht’s zurück auf befestigte Pfade. Aber  der  Nachwuchs marschiert jetzt munter weiter – er ist wie ausgewechselt. Der schmale, steinige und glitschige Steig lässt die Stimmung auf ein unerwartetes Hoch schnellen: „Ein Räuberwald!“  Während Papa fast vor Angst erstarrt, hüpfen die Jungs  über Stock und Stein. Der Regen? Vergessen wie die schlechte Laune! Jetzt herrscht Urlaubsstimmung.
Anselm Bußhoff

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